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  • Der Vorfrühling ist da!

Der Vorfrühling ist da!

Es blüht bereits an vielen Ecken und Enden in der Freiluga: Winterjasmin, Haselstrauch, Heckenkirsche, Schneeglöckchen und sogar erste Krokusse machen die noch recht braune Landschaft ein Stückchen bunter.

Programm 12.1: Warnung, Tarnung, Täuschung- die Tricks der Insekten

Warum kann es sich die schwarz-rote Feuerwanze mit ihrer auffälligen Färbung leisten, offen am Boden oder an Baumstämmen zu leben? Die gleichgroße und ähnlich gepanzerte Kellerassel hingegen führtein verstecktes Leben unter Totholz und Steinen. Neben den unterschiedlichen Ansprüchen an Helligkeit und Feuchtigkeit hat dies auch einen verblüffenden weiteren Grund:

Die auffällige Färbung der Feuerwanze schreckt Fressfeinde ab. Es handelt sich um eine Warnfärbung, die Gefährlichkeit z.B. durch Unbekömmlichkeit, Giftigkeit bedeuten kann (siehe unten). Dies gilt  in ähnlicher Weise für „gelb-schwarz“ oder „rot-weiß“ und wird im gesamten Reich der Lebewesen (Wespe, Marienkäfer, Fliegenpilz,..) bis hin zum Menschen (Warndreieck, Flatterbänder, Gefahrenstellen- oder Stoffkennzeichnung) genutzt und artübergreifend verstanden.

Dies wiederum machen sich viele harmlose Schwebfliegenarten zunutze, indem sie in ihrem Aussehen Bienen, Wespen oder Hummeln zum Verwechseln ähneln und so Fressfeinde abschrecken können. „Mimikry“ heißt dieser faszinierende Trick.

Eine dritte Schutzstrategie, die wir an Insekten auf dem Freilugagelände beobachten können, ist die Tarnung  Auch hier finden wir einige Vertreter vor Ort.

Programm 10.1: Frühblüher

Bereits ab Januar können in der Freiluga wind- und insektenblütige  Gehölze (z.B. Haselnuss, Wohlriechende Heckenkirsche,..) mit verschiedenen Sinnen erlebt und mit Lupe oder Mikroskop näher untersucht werden.  Spätestens ab Ende  Februar bis in den Mai gibt es dann eine ständig wechselnde bunte Vielfalt an krautigen Frühblühern (Schneeglöckchen, Winterling, Krokus, Tulpe,…) im Gartenbereich zu entdecken. Anhand typischer Frühblüher des Lebensraumes Wald (z.B. Buschwindröschen) kann der Anpassungsvorteil durch die Blütezeit vor dem Blattaustrieb der Bäume anschaulich erfahrbar gemacht werden.

Insbesondere viele krautige Pflanzen mit Speicherorganen (z.B. Zwiebeln, Knollen, Rhizome) konnten sich so „ökologische Nischen“ erobern.

Schwerpunkt 1 (Biodiversität / Primarstufe)

Einen Teil der bunten Vielfalt zu kennen und auch benennen zu können kann ein achtsames Erleben des Jahreszeitenwechsels und die Freude am Aufenthalt im Freien fördern. Die Bedeutung des Frühlings für den Menschen kann dabei gut durch fächerübergreifendes Einbeziehen von Frühlingsliedern erfolgen.

Schwerpunkt 2 (Biodiversität durch Anpassung / Sekundarstufe)

Ähnlich den Frühblühern der Krautschicht des Waldes (z.B. Buschwindröschen) finden sich auch im Lebensraum Wiese Frühblüher (z.B. Gänseblümchen), die den aufstrebenden Gräsern zuvorkommen.

Aber auch die ursprüngliche Herkunft aus Gebirgen oder Steppengebieten (kurze Vegetationsperiode) erklärt bei vielen eingeführten Arten das frühe Blühen (z.B. Krokus).

Frühblühende Gehölze wiederum nutzen Bestäubungsvorteile.

Das Verständnis dieser Zusammenhänge setzt – ähnlich wie der Vergleich verschiedener Speicherorgane – ein grundlegendes Verständnis der Ernährung und Fortpflanzung von Blütenpflanzen voraus und ist daher eher ab der Sekundarstufe 1 zu empfehlen.

Programm 9.1: Mikroskopieren allgemein (Stufen 3 bis 10)

Der Umgang mit dem Mikroskop ist spannend und auch für Grundschüler ab Stufe 3 gut erlernbar. Kaum sichtbare Strukturen können so genau betrachtet und gezeichnet werden. Nach einer kurzen Einführung in die wichtigsten Teile und die Handhabung der Geräte beginnen wir mit dem Mikroskopieren unbeweglicher Objekte. Je nach Fertigkeiten können gegen Ende des Tages auch bewegliche Objekte untersucht werden. Genaue Beobachtung und der Übertrag des Gesehenen in eine Zeichnung helfen, den Schülerinnen und Schülern, den Zusammenhang von Struktur und Funktion besser zu verstehen.

Programm 8.1.: Erntezeit

In der Freiluga haben die Gärtnerinnen und Gärtner einen schönen Gemüsegarten angelegt. Dort wachsen zum Beispiel Kohlrabi, Möhren, Salat, Kartoffeln, Wirsing, Bohnen, Rhabarber, oder Grünkohl. Wie sehen die Pflanzen im Garten aus? Aber auch Obstbäume und Beerensträucher stehen auf dem Gelände. Was unterscheidet eigentlich Obst von Gemüse? Ist der Kürbis eine Beere? Wir betrachten und  benennen die Teile ausgewählter Pflanzen und machen uns eventuell eine Zeichnung. Wie heißen die Teile der Pflanzen? Welche Teile darf man essen, welche nicht? Wie kann das Gemüse verarbeitet werden? Wir ernten auch punktuell und nehmen am Ende eine Kostprobe. Es kann eines der folgenden Schwerpunktthemen ausgewählt werden:

  1. Kartoffel
  2. Möhre
  3. Apfel

Programm 7.1: Schwerpunkt Boden: Humusbildung

Im Herbst werden in unseren Breiten viele Blätter bunt. Der Wind fegt sie später von den Bäumen. Auf dem Boden bildet sich ein bunter Teppich aus Blättern. Im Laufe der Zeit sind viele dieser Blätter verschwunden. Wer räumt die Blätter weg? Auch zwischen den Bäumen? Mit Schaufel und Behälter gehen wir der Sache nach. Wir sehen uns die Blätter auf dem Boden genauer an. Wer hat die Löcher hineingemacht? Mit der Schaufel nehmen wir uns ein wenig Erde mit in den Klassenraum. Was können wir in der Erde entdecken? Mit Lupe und Mikroskop finden wir schnell die kleinen Lebewesen, die das Laub zerkleinern. Anhand von selbst angefertigten Zeichnungen werden wir die Tiere noch genauer betrachten und bestimmen können. Welche Tiergruppen gibt es in der Laubstreu? Wir zählen die Beine und ordnen die Tiere den einzelnen Gruppen zu. Haben die Tiere auch verschiedene Aufgaben? Und wie hängt dies alles mit der Humusbildung zusammen? Dies alles werden wir an diesem Tag thematisieren.

Programm 6.1: Wildbienen: Entwicklung, Leben und Maßnahmen zur Förderung (Stufen 3 bis 12)

Es gibt über 500 Wildbienenarten in Deutschland und über 400 allein in Nordrhein-Westfalen. Diese faszinierenden Tiere werden wir genauer kennen lernen. Wie leben, was fressen und wo nisten sie? Welche Bedeutung haben Bienen für den Menschen?  Diesen Fragen wollen wir uns im Laufe des Tages zuwenden. Wie viele Insektenarten sind auch die Wildbienen gefährdet, so dass es ebenfalls um Möglichkeiten gehen soll, wie jeder Einzelne zum Schutz der Tiere beitragen kann. Als Schulklasse besteht die Möglichkeit, sich im Laufe des Tages genügend Wissen anzueignen, um auf dem eigenen Schulgelände aktiv zu werden. Dieses Thema bietet vielfältige Möglichkeiten des fächerübergreifenden Arbeitens und der Förderung bürgerschaftlichen Engagements.

Programm 5.1: Die Honigbiene

Mit drei Nutzen (Honig, Wachs und Bestäubung) ist die Honigbiene das wichtigste vom Menschen gehaltene Tier in der Freiluga. Das Thema lohnt sich besonders zur Hauptaktivitätszeit der Honigbienenvölker (grob zwischen Oster- und Herbstferien). Dann ist der Schaubienenkasten mit einem kleinen Volk belegt (Beobachtung z.B. des Schwänzeltanzes), und der Gärtner und Imker (Herr Maameri) kann nach Absprache die großen Völker öffnen. Beeindruckend dabei ist beispielsweise der Gewichtsunterschied zwischen einem leeren Wabenrahmen und einer vollen Honigwabe (2-3 Kilogramm!). Honig kann direkt aus der Wabe probiert werden, und ein Blick auf eine Brutwabe (Drohnen, Larven, Brutzellen) gibt Einblick in die komplexe Organisation des Bienenvolkes.

Neben Lebendbeobachtungen am Flugloch, am Wasser oder beim Blütenbesuch kann auch der Körperbau der Honigbiene mit seinen Anpassungen (z.B. Sammelbein, Wehrstachel) mithilfe starker Lupen an toten Exemplaren untersucht  werden. Abgerundet oder erweitert werden kann dieses umfangreiche Thema durch das Anprobieren und Hantieren mit Imkerschutzkleidung, Smoker, Honigschleuder oder Wachsschmelzer.

Programm 4.1: Nutztiere am Beispiel von Haushuhn und Kaninchen

Wir besuchen die Hühner und Kaninchen, die unter der Obhut des Menschen in Gehegen auf dem Freilugagelände leben. Während die Nutzungsweisen des Haushuhns (Eier, Fleisch) vielen bekannt sind, hat das Kaninchen eine Entwicklung vom Nutztier (Fleisch, Fell) zum Haustier hinter sich und die ursprüngliche Nutzung ist kaum noch im Bewusstsein. Eine möglichst artgerechte Haltung ist dabei unser angestrebtes Ziel. Hierfür sind Kenntnisse der natürlichen Lebensweise der Wildformen nötig und eine Unterscheidung von Kaninchen und Hase (Wildtier) wichtig. Wir möchten dabei grundsätzlich sensibel machen für notwendige Abwägungen vor der Anschaffung eines Nutztieres/Haustieres. Interessant ist auch die Vielfalt der Zuchtformen, deren Erhalt für die Zukunft eine große Bedeutung hat.

Wir beobachten und zeichnen die Tiere und unterscheiden z.B. Hahn und Henne anhand von Körpermerkmalen (Wortfeld: Kamm, Kehllappen, Sporen/Sporn, krähen, gackern, scharren). Mit etwas Glück gibt es auch ein frisch gelegtes Ei zu probieren! Wir freuen uns, wenn wir zum Nachdenken über Einkaufs- und Essgewohnheiten anregen können. Immerhin leben normale Schlachthühner (Chicken-Nuggets, Chicken-Wings,..) nicht annähernd so artgerecht, wie es in der Freiluga zu sehen ist.

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